
In den Jahren zwischen 1682 und 1687 wird Moskau zum Schauplatz eines politischen Chaos, in dem schließlich Peter der Große die Macht übernimmt und zum neuen Zaren ernannt wird. Die verschiedensten Parteien tragen brutale Kämpfe um den Thron aus: fanatische Sektierer, sogenannte »Altgläubige«, die Strelitzen, die historische Leibwache der Zaren, anarchistische Einzelkämpfer und überzeugte Anhänger Peters.
Der eigentliche Protagonist der Oper aber ist das Volk.
In dem Entwurf zu seiner fünfaktigen Oper »Chowanschtschina« (»Die Sache Chowanski«) ging es Modest Mussorgsky nicht darum, die politischen Ereignisse detailgetreu nachzuzeichnen, sondern in einer gewaltigen Collage aus historischen Dokumenten »das Vergangene im Gegenwärtigen« darzustellen – eine Art Meditation über die Geschichte mit den Mitteln der Oper.
Der Plan wurde virulent, als 1872 die 200-Jahrfeiern zu Ehren Peters des Großen stattfanden. An dieser Herrscherfigur entzündete sich die umstrittene Frage nach der Gestalt des modernen Russlands.
Als Mussorgsky 1881 mit nur 42 Jahren starb, war seine Oper weder vollendet noch instrumentiert und von diesem Zeitpunkt an offen für vielfältige Diskussionen.
Fünf Jahre später brachte Nikolai Rimsky-Korsakow das Werk mit großen Kürzungen und auf Grundlage eines von der Zensurbehörde bearbeiteten Librettos zur Uraufführung.
1913 komponierte Igor Strawinsky eine neue Version des Finales. Erst in den frühen 1930er Jahren wurde eine authentische Klavierversion veröffentlicht, die das Werk in seiner ursprünglichen Form und Länge präsentierte.
Teilnehmende Künstler
Modest Mussorgsky (Komponist/in)
Termine
November 2025
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