Geschichte im Barockbau
Das Zeughaus ist das älteste erhaltene Gebäude am Boulevard Unter den Linden und zugleich der bedeutendste Barock-Großbau der Hauptstadt. Als Waffenarsenal (Zeughaus) erbaut, beherbergt es seit 2006 das Deutsche Historische Museum.
Das Zeughaus wurde 1706 errichtet. Die Bauleitung lag zunächst bei Nering, dem Erbauer des Charlottenburger Schlosses. Nach dessen Tod übernahm Grünberg den Rohbau und Schlüter die Gesamtleitung. Der Bau mit vier Flügeln von je rund 90 Metern Seitenlänge ist um einen Innenhof (Schlüterhof) angelegt. Sein Gesamtbild ist geprägt von der Harmonie zwischen streng-klassizistischer Fassadengliederung und reich verzierten barocken Skulpturenreliefs.
Das Arsenal wurde 1875 in eine „Ruhmeshalle für die preußische Armee“, ein Waffen- und Kriegsmuseum, umfunktioniert. Das Innere des Gebäudes wurde im Zuge der 1949 bis 1965 erfolgten Restaurierung nach schweren Kriegsschäden völlig neu gestaltet. Ab 1952 war das Museum für Deutsche Geschichte (seit 1990 das Deutsche Historische Museum) im Zeughaus untergebracht. Nach langer Schließung und aufwändiger Restaurierung ist hier nun die Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“ des Deutschen Historischen Museums zu besichtigen.
Im Mai 2003 eröffnete der Erweiterungsbau des chinesisch-amerikanischen Star-Architekten I.M. Pei, der bereits die Pyramide für den Louvre entwarf. In dem eleganten Bau aus Sandstein und Glas, der sich harmonisch in die historischen Bauten der Mitte Berlins einfügt, sind die temporären Ausstellungen des Deutschen Historischen Museums untergebracht.
- Neuen Kommentar schreiben