Endlich wieder Theaterabende im Wrangelschlösschen.
Das Schlosspark Theater nahm seinen Spielbetrieb bereits 1921 im Wrangelschlösschen in Berlin-Zehlendorf auf. In der Nachkriegszeit wurde hier Theatergeschichte geschrieben: Hildegard Knef feierte auf dieser Bühne ihr Theaterdebüt und Samuel Beckett inszenierte sein erfolgreichstes Stück „Warten auf Godot“ ebenfalls im Schlosspark Theater. Mit der Uraufführung von Max Brods „Das Schloss“ wurde das Theater 1953 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.
Ab 1950 diente das Haus als eines der Berliner Staatstheater als kleine Spielstätte des Schiller Theaters in Berlin-Charlottenburg, bis es Anfang der 1990er Jahre zunächst für Renovierungsarbeiten, danach als Staatliche Schauspielbühne Berlin geschlossen wurde. In den Folgejahren wechselte das Schlosspark Theater als Privattheater mehrmals Intendanz und Veranstalter.
Auf Betreiben des Komikers Dieter Hallervorden wurde das Theater nach aufwendigen Umbau- und Renovierungsarbeiten im Herbst 2009 feierlich wiedereröffnet. Zusammen mit Ilja Richter stand Hallervorden in Katharina Thalbachs Inszenierung von Daniel Colas’ „Die Socken Opus 124“ zur Eröffnung selbst auf der Bühne.
Neben zeitgenössischem Unterhaltungstheater wie die Uraufführung „Die Nadel der Kleopatra“ mit Ingrid van Bergen und Cosma Shiva Hagen oder „Es wird Zeit“ mit Michael Degen und Brigitte Grothum stehen auch Kabarettabende und Lesungen auf dem Programm. Der lange Zuschauerraum fasst 473 Plätze.
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