Ein Kleinod in der Havel
„Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf: Ein Schloss, Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Springbrunnen, überschattete Wiesen, Schlängelpfade, die überall hinführten und nirgends ...“ – so schwärmte einst Theodor Fontane über die Pfaueninsel, die versteckt im Südwesten Berlins, mitten in der Havel liegt.
Die eineinhalb Kilometer lange und einen halben Kilometer breite Insel ist nur mit einer Fähre erreichbar und steht bereits seit 1924 unter Naturschutz. Immer wieder begegnen dem Spaziergänger hier frei lebende Pfauen.
Zwischen 1794 und 1797 ließ Friedrich Wilhelm II. das weithin sichtbare weiße Schloss der Pfaueninsel bauen. Es sollte der krönende Blickfang einer Sichtachse des Neuen Gartens sein – und dem König gleichzeitig dazu dienen, sich dann und wann von einer Bootsfahrt auszuruhen, und eine Nacht mit seiner Geliebten Wilhelmine Encke zu verbringen. Das Schloss ist geprägt von seinen beiden Rundtürmen, die durch eine schmiedeeiserne Brücke verbunden sind und so die Illusion einer mittelalterlichen Burg erzeugen.
In der kunstvoll gestalteten Gartenlandschaft der Pfaueninsel finden sich viele weitere Gebäude – zum Beispiel der Luisentempel, die alte Meierei und das neogotische Kavaliershaus. Letztes diente in den 1960er-Jahren als Kulisse für mehrere Edgar-Wallace-Filme, etwa „Die Tür mit den sieben Schlössern“, „Neues vom Hexer“ oder „Der Hund von Blackwood Castle“.
Betriebszeiten der Fähre:
November bis Februar: Mo - So: 10 - 16 Uhr
März und Oktober: Mo - So: 9 - 18 Uhr
April und September: Mo - So: 9 - 19 Uhr
Mai bis August: Mo - So: 8 - 21 Uhr
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